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Schattenkabinette

Wieviel Information braucht ein Betrachter? Welche Orientierung ist für mich, für andere Sinn habend? Was muss ich wissen oder darf ich auch nichts wissen? Muss ich einen blassen Schimmer haben? Mit diesen Fragen setzt sich die Arbeit Schattenkabinette auseinander und stellt den Besucher des Museums als diffuse Gestalt vor. Ein Schimmer, Dunst und Schatten visualisiert den Betrachter, der orientierungslos durch die Räume der Moderne läuft und gleichzeitig auf das Medium der Fotografie verweist. Der Schatten – eine Spur des Objektes.

Die Gestalten stehen der Kunst abgewandt und symbolisieren somit die Ratlosigkeit der Besucher. Nur eine Kontur ist sichtbar, sie trappt in den Kabinetten umher auf der Suche nach einem leitenden Faden und einer Wegführung.
Die Schatten der Schatten führen zu einer Orientierungslosigkeit im doppelten Sinne. Der Boden des Neubaus fungiert hier als Spiegel und weist neben der kommentarlosen Kunst auch auf die Konfusion durch die Architektur. Die Reflexionen der Scheiben zeigen zum einen die in sich geschlossene Welt des Museums, zum anderen geben sie den Blick nach Außen in eine Welt frei, die gerade an diesem Standort nicht viele Gemeinsamkeiten mit dem Innenleben hat. Der Verkehr rauscht vorüber, Siedlungsbau und Autos verweisen auf den Alltag der Menschen außerhalb.
Everything Is Nothing without Its Reflection.